Als Folge des geplanten Braunkohleausstiegs unterliegt der Burgenlandkreis einem signifikanten Strukturwandel. Diese Transformation beschränkt sich dabei nicht nur auf eine zukunftsfähige Wirtschaftsstruktur und geänderte Berufsbilder, sondern äußert sich auch in der Sicherstellung einer gut ausgebauten öffentlichen Daseinsfürsorge.
Ziel des Projektes ist die deutliche Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Burgenlandkreis. Hierfür werden im ländlichen Raum, insbesondere nordwestlich des Saaletals, ganzheitliche Lösungsansätze angewendet, um wichtige Maßnahmen der Verkehrswende umzusetzen. Das Projekt enthält wesentliche Teile der Strategie „Zukunftssicheres ÖPNV-Konzept 2020 für den Burgenlandkreis“. Langfristig sollen die verbesserten Mobilitätsangebote zusammen mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze helfen, die negativen Auswirkungen des Strukturwandels, wie etwa der Abwanderung der Bevölkerung, zu mildern, die Einwohnerzahlen zu stabilisieren und die Resilienz des ländlichen Raums zu stärken. Auf im Vorfeld umgesetzte Maßnahmen für attraktivere Tarife muss nun eine Steigerung der Angebotsqualität erfolgen. Hierfür sind klare Hauptachsen zu schaffen, die in einheitlichen Takten bedient werden. Zudem sollen diese klassischen Linienverkehre mit Bedarfsverkehren (On-Demand) für eine verbesserte Feinerschließung kombiniert werden.
Parallel werden die Auskunfts- und Vertriebssysteme auf den neuesten Stand der Technik gebracht. So sollen Echtzeitdaten der Fahrzeuge genutzt werden, um die Anschlussinformationen an strategisch wichtigen Knotenpunkten im Landkreis und in Auskunftssystemen bekanntzugeben. Eine wissenschaftliche Begleitung stellt sicher, dass die Maßnahmen praktisch umsetzbar und langfristig wirksam sind. Großen Wert legt der Landkreis auf die Beteiligung der Bevölkerung während des laufenden Prozesses. Dazu entwickelt die HS Anhalt mit Unterstützung der SEWIG geeignete Formate und Mittel, welche am Ende ein zielgerichtetes und Nutzerorientiertes Angebot ermöglichen.
Status
bewilligt
Gesamtbudget
8.505.295,00 EUR
davon Fördermittel 5.936.575,00 EUR
Förderprogramm
Fond für einen gerechten Übergang (JTF) für das Mitteldeutsche Revier (Förderperiode 2021-2027)
Partner
- Burgenlandkreis i.V.m. PVG Burgenlandkreis mbH
- Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
- Hochschule Merseburg
- Hochschule Anhalt
Rolle der SEWIG
Projektpartner
Laufzeit
01.02.2025 bis 31.12.2027 (lt. Fördermittelbescheid vom 31.01.2025).


Unser Ansprechpartner zum Themenfeld Mobilität:
Christian Grötsch
Mobilitätsmanagement
- 0162 6189570
- Groetsch.Christian@sewig-blk.de


